Sommer-Beiwagen 49

Zu Beginn des Zeitalters elektrischer Straßenbahnen war es in vielen Verkehrsbetrieben, so auch in Crefeld, üblich, die nach Aufnahme des elektrischen Betriebs überflüssig gewordenen Pferdebahnwagen statt hinter Pferde nun hinter einen "Motorwagen" zu spannen - also als Beiwagen zu benutzen. Teilweise gab es diese Fahrzeuge in geschlossener, zum Teil in offener Sommerausführung sowie manchmal auch als sogenannte "Verwandlungswagen".

Die auf den ersten Blick unsinnige Konstruktion eines Fahrzeugs für eine bestimmte Jahreszeit war in den Pioniertagen der Straßenbahn durchaus berechtigt. Denn mit der "Elektrischen" zu fahren konnte sich nicht jeder leisten – zumindest nicht täglich. Auch waren die Pendlerströme damals noch nicht so groß wie in den späteren Jahren. An Sonn- und Feiertagen hingegen wuchs – jedenfalls im Sommer bei entsprechendem Wetter – die Zahl der Fahrgäste an, din hinaus "ins Grüne" fuhren. Und da ließen sich mit den offenen Beiwagen die Kapazitäten natürlich relativ kostengünstig erhöhen. Diese Wagen waren nicht nur bei den Betrieben beliebt (da preiswert in der Anschaffung), sondern auch bei den Fahrgästen im Ausflugsverkehr.

Der Sommer-Beiwagen 49Der Beiwagen 49 ist ein Nachbau eines solchen Sommer-Beiwagens. Das Fahrgestell stammt von einem Arbeitswagen des Baujahres 1899. Manche Teile des Aufbaues sind hingegen neueren Datums.Die "Holzklasse" des Sommer-Beiwagens

In erster Linie zur Unfallverhütung und als grober Wetterschutz wurde der Wagen zwar rundum verglast, er verfügt aber über keine geschlossenen Türen und auch über keine Heizung. Für jeden sitzenden Fahrgast stellen wir ein Sitzkissen und eine Decke zur Verfügung. Dennoch ist je nach Jahreszeit bzw. Witterung dringend entsprechend warme Kleidung zu empfehlen!

Sie können den Beiwagen 49 zusammen mit dem Triebwagen 93 - "Blauer Enzian" für Sonderfahrten mieten. Mit Beiwagen verdoppelt sich das Platzangebot des Zuges um weitere 20 Sitz- und 18 Stehplätze.