Beginn des Nahverkehrs in Crefeld

Mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs auch Krefeld – die Stadt breitete sich aus, weil immer mehr Fabriken vor allem am Stadtrand siedelten. Motor hierfür war in Krefeld hauptsächlich die Textil-, speziell die Samt- und Seidenindustrie. Für diesen Industriezweig entstanden in der Stadt dann auch Maschinenbaubetriebe. 1900 schließlich kam noch ein Stahlwerk hinzu. Wegen der Nähe der Stadt zum Rhein entstand in der damaligen Nachbargemeinde Uerdingen ein Chemiewerk, das heute zum Bayer-Konzern gehört.

Die Stadt wächst
Immer mehr Menschen strömten in die Stadt, suchten und fanden hier Arbeit. In der Folge entstand eine Vielzahl von Geschäften, Gastronomie, Verwaltungen, Banken, Versicherungen, Schulen und kulturelle Einrichtungen. Eine große Zahl Menschen wohnte nun in den Randgebieten und musste täglich oft lange Strecken überwinden. Konnten die Bürger zuvor alle Teile der Stadt bequem zu Fuß erreichen, so war dies nun oftmals nicht mehr möglich – immer mehr Menschen mussten immer größere Entfernungen regelmäßig zurücklegen. Der tägliche Berufsverkehr entstand, wobei aber für den „Individualverkehr“ lediglich Kutschen und Fuhrwerke zur Verfügung standen, die sich die meisten Bürger natürlich nicht leisten konnten. Selbst das Fahrrad in seiner uns heute bekannten Form mit Hinterrad-Kettenantrieb wurde erst 1878 erfunden. Der Bedarf für ein öffentliches Nahverkehrsmittel stieg also stetig.

Mit der Eisenbahn in die Stadt
Den ersten Anschluss an das neue Fernverkehrsmittel Eisenbahn hatte Krefeld 1849 erhalten, indem eine Verbindung nach Viersen geschaffen wurde. Ab 1853 gab es die Strecke nach Mönchengladbach und weiter nach Aachen bzw. in Gegenrichtung nach Neuss und Oberkassel. Erst 1856 schließlich ging die wichtige Strecke nach Köln, über Osterath und Neuss, in Betrieb. Damit war dann auch endlich Düsseldorf erreichbar geworden. Innerhalb kürzester Zeit hatte der Schienenverkehr seinen Siegeszug angetreten und das ganze Land erobert.

Ein Nahverkehrsmittel muss her!
Obgleich man ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Eisenbahn von und nach Krefeld reisen konnte, so gab es in der Stadt selbst kein Nahverkehrsmittel. Zu diesem Zeitpunkt stand als einziger mechanischer Antrieb die Dampfmaschine bzw. ihre rollende Verwandte, die Dampflokomotive, zur Verfügung. Diese war aber wegen der großen Belästigung durch Rauch, Ruß und Lärm für den innerstädtischen Verkehr nicht brauchbar. Außerdem war ihr Betrieb und Unterhalt sehr aufwändig und ihre geringes Beschleunigungsvermögen machte sie zudem für die in den Städten kurzen Haltestellenabstände völlig ungeeignet – ehe der Zug überhaupt seine Reisegeschwindigkeit erreicht hatte, musste er auch schon wieder angehalten werden!

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