Düsseldorfer Eisenbahnbedarf, vorm. Carl Weyer & Cie.

1861 ersteigerte Carl Weyer zusammen mit Leopold Schoeller und Emil Peill die in Konkurs gegangene Maschinen- und Waggonfabrik „Overweg & Bünger“ in Düsseldorf, die nun als Carl Weyer & Cie. firmierte. Diese Kommanditgesellschaft wurde nach langer Krankheit von Carl Weyer 1882 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Gesellschaft baute vornehmlich Eisenbahnwaggons für in- und ausländische Eisenbahngesellschaften in Fabriken an zwei Standorten in Düsseldorf-Oberbilk und Düsseldorf-Reisholz.

Neben Güterwagen, Bier- und Fleischtransportwagen wurden auch einfache Personenwagen produziert. Nach einer entsprechenden Erweiterung des Werkes konnte 1890 auch mit dem Bau 4-achsiger D-Zug-Wagen begonnen werden. 1898 schließlich wurde die Herstellung elektrischer Straßenbahn-Motorwagen aufgenommen. In diesem Jahr entstanden auch die Fahrzeuge für die Rheinische Bahngesellschaft Düsseldorf („Rheinbahn“), die auf der Strecke Düsseldorf-Crefeld zum Einsatz kamen. Die Konstruktion dieser elektrischen Straßenbahnwagen wurde in den folgenden Jahren Vorbild für viele Bahnen in ganz Deutschland und auch dem Ausland. Ein Jahr später wurde mit dem Bau von 46 zweiachsigen Motorwagen für Crefeld begonnen. Diese Straßenbahnen wurden in zwei Serien ausgeliefert. Die ersten 30 Wagen gingen 1900 nach Crefeld, 1901 folgten die restlichen 16 Fahrzeuge. Dieser zweiten Serie schließlich entstammt der bis heute betriebsfähig erhaltene Triebwagen 93 - "Blauer Enzian".

In Folge der Weltwirtschaftskrise fusionierte der Düsseldorfer Eisenbahnbedarf 1928 mit Van der Zypen & Charlier in Köln-Deutz, wie schon ein Jahr zuvor Killing & Söhne aus Hagen. Es entstanden so die Vereinigten Westdeutschen Waggonfabriken, kurz Westwaggon, wozu dann auch noch die Gebr. Gastell, Mainz-Mombach, und schließlich 1930 noch die Waggonfabrik Fuchs, Heidelberg, kamen. Westwaggon wiederum wurde dann 1959 vollständig von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) übernommen. Diese stellte aber wegen der marktbeherrschenden Stellung der DUEWAG 1964 die Produktion von Straßenbahnfahrzeugen ein.

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